Wer Platz für ein Balkonkraftwerk hat, aber noch keines besitzt, hat jetzt gute Karten. Nie waren die Preise günstiger und die Hürden für selbst produzierten Strom niedriger.
Nicht jeder hat am Balkon seiner Mietwohnung die Möglichkeit, mehrere ausgewachsene Solarmodule anzubringen. Das wäre schön für die Energiewende und das eigene Portemonnaie – ist aber nicht realistisch. Dennoch ist das noch ungenutzte Potenzial im Bereich der Steckersolargeräte gigantisch. Millionen von Eigenheimen und Wohnungen lassen sich ohne große Kosten und Aufwand mit Balkonkraftwerken aufmotzen – auf dem Balkon oder der Veranda, direkt an einer Hauswand oder auf dem Garagendach. Das ersetzt zwar keine ausgewachsene PV-Anlage auf dem Dach, dafür sind die Hürden und die Kosten ungemein niedriger.
Mehr Rechte, weniger Aufwand und mehr Strom fürs eigene Hausnetz
Man braucht keinen Fachbetrieb zur Installation, zwei bis vier kräftige Hände und ein freier Nachmittag genügen. Auch die Anmeldung beim Marktstammdatenregister ist heutzutage in fünf Minuten erledigt – Deutschland ist nicht gerade bekannt für seine schlanke Bürokratie, aber hier zeigen die Gesetzesänderungen Wirkung.
Mittlerweile sind die typischen Schuko-Stecker offiziell zugelassen, und sogar alte Stromzähler dürfen sich rückwärts drehen. Mieter freuen sich über eine Art Recht aufs Balkonkraftwerk, und dank des Falls der 600-Watt-Grenze lohnen sich auch Balkonkraftwerke mit zwei oder mehr Modulen endlich richtig.