In Ägypten läuft nach dem Untergang der „Sea Story“ die Rettungsaktion. Viele Fragen sind noch offen. Vor allem ein Faktor ist entscheidend.

Die „Sea Story“ ist nach bisherigem Kenntnisstand rund 85 Kilometer vor der Küste auf dem am frühen Montagmorgen gegen 3.30 Uhr von einer Welle getroffen worden, umgekippt und binnen Minuten voll Wasser gelaufen.

Roten Meer

Egal, ob das Schiff vor Anker lag oder fuhr: Auf der Brücke sollte rund um die Uhr jemand sein, der zumindest Wache hält. Diese Person müsste als Erstes einen Notruf absetzen. Dazu reicht es auf modernen Schiffen, einen von einer Klappe geschützten roten Knopf am Funkgerät einige Sekunden lang zu drücken. Dadurch werden die zuständigen Seenotstellen und die der Umgebung über den Notfall benachrichtigt, und zwar inklusive der exakten Position des Schiffes. Bei der „Sea Story“ dauerte es allerdings nach Recherchen des mehr als sechs Stunden, bis die ersten Schiffbrüchigen aus dem Meer gerettet wurden. Im Folgenden beschreiben wir, wie die Rettung im Idealfall hätte ablaufen sollen.

Schiffe